Das Team des City Clubs möchte sich hiermit an alle Betroffenen der polizeilichen Maßnahmen wenden: Solltet ihr eure Erfahrungen in Form eines Gedächtnisprotokolls teilen können und wollen, schickt uns dieses bitte in PDF-Form an awareness@cityclubcafe.de . Eure subjektiven Erfahrungen können uns wahnsinnig dabei helfen die Situation besser einzuordnen. Zudem hat sich unser juristisches Team dazu bereit erklärt, zu überprüfen, ob bei einzelnen Personen Grundlage für ein weiteres rechtliches Vorgehen – soweit gewünscht – besteht.
Wir haben dir hier ein paar Stützen zusammengestellt, anhand derer du ein Protokoll aufbauen kannst. Wir empfehlen dir das Protokoll so oder so anzufertigen, egal ob du dieses dann mit uns teilen möchtest oder nicht.
Das Protokoll ist immer subjektiv aus deiner eigenen Perspektive. Es ist ein Bericht, wie Du den Vorfall wahrgenommen hast. Achte darauf, dass du nur Fakten und keine persönlichen Vermutungen darstellst. Es muss nicht lückenlos oder vollständig objektiv sein – schreibe einfach alles auf, woran du dich erinnern kannst, und nutze bei Bedarf z.B. Anruflisten, Chatverläufe oder Notizen, um Abläufe besser zu rekonstruieren. Das Gedächtnisprotokoll sollte außerdem nichts Belastendes enthalten – weder über Dich noch über andere.
Versuche, die Ereignisse und das Erlebte möglichst einfach Schritt für Schritt zu beschreiben.
Besonders wichtige bzw. einprägsame Momente sollten dabei möglichst genau festgehalten werden, bspw. Wortfetzen, Bekleidungen, Fotograf*innen,
Zeug*innen, Polizeieinheit, Dienstnummer etc.
Persönliche Angaben von Dir selbst
Primär geht es in dem Gedächtnisprotokoll um deine Person. Solltest du in Begleitung gewesen sein, dann halte das gerne fest, nenne aber keine Namen außer deinen eigenen.
Angaben zu Ort und Zeit
Hier solltest du versuchen, den möglichst genauen Ort sowie Zeitpunkt festzustellen. Warst du im „Café“ im „Club“, „vor dem Club“ oder woanders?
Chronologische Angabe des Geschehens
Dies stellt den umfangreichsten Punkt dar. Hier musst du möglichst genau den Abend aus deinen Erinnerungen heraus erzählen. Relevant kann auch eine kurze Darstellung der Vorgeschichte, also der Momente kurz vor der polizeilichen Maßnahme, sein. Hol hier aber nicht zu weit aus, 5-10 Minuten vor dem Vorfall sind ausreichend.
Kontaktdaten
Damit wir deinen Erfahrungsbericht verwenden können oder dich ggf. kontaktieren können bzgl. weiterer rechtlicher Schritte – solltest du davon Gebrauch machen wollen –, brauchen wir eine Mailadresse und deinen vollen Namen. Diese Daten werden ausschließlich mit unserer rechtlichen Vertretung geteilt.
Versuche möglichst strukturiert und Stück für Stück deine Perspektive zu erzählen. Versuche dabei möglichst viele Details festzuhalten. Du kannst damit anfangen zu beschreiben, wo genau du dich im Haus befunden hast, wie der Polizeieinsatz aus deiner Perspektive begonnen hat und dich dann Stück für Stück vorarbeiten. Was wurde dir gegenüber geäußert? Wie wurde mit dir umgegangen? Wie wurde mit anderen Personen in deinem Umfeld umgegangen?
Auch wenn es schmerzhaft sein kann, versuche neben den trockenen Fakten, auch persönliche Gefühle wie bspw. Angst oder Scham mitaufzunehmen. Sollte dir das allerdings zu Nahe gehen, dann ist das kein Problem, der Rest deines Protokolls wird dadurch nicht weniger wert. Wir möchten dabei aber nochmal darauf hinweisen, dass subjektive Empfindungen sich klar von subjektiven Vermutungen (die nicht in das Protokoll gehören) unterscheiden. Erzähle nur das, was wirklich passiert ist bzw. was bei dir in der Situation emotional vorging.
Keine Toleranz gegenüber jeglicher Form von Diskriminierung,
Gewalt oder übergriffigem Verhalten
Konsens ist key!
Keine Fotos & Videos
Zero tolerance to any form of discrimination,
violence or abusive behavior
Consent is key!
No photos & videos